wiesen_flockenblume.jpg
Welches ist der beste Softproof-Monitor?

Diese Frage ist so schwer zu beantworten wie die Frage nach dem besten Auto. Ist Ihnen mit den sieben wichtigsten Kaufkriterien geholfen? Bitte sehr:

  1. Hersteller haben seit April 2009 die Möglichkeit, Softproofsysteme (Monitor, Messgerät, Software, Normlichtbox) von der Fogra zertifizieren zu lassen. Bevorzugen Sie „FograCert“-Softproof-Systeme.
  2. Bevorzugen Sie eine Hardwarekalibrierung; sie vereinfacht den Abstimmvorgang erheblich und die Farbqualität kann mess- und sichtbar besser sein.
  3. Die IPS-Technik sorgt auch bei größerem Blickwinkel für stabile Farben. Nur wenige neue MVA- bzw. PVA-Displays erreichen annähernd gleichwertige Testergebnisse. Angaben zur Blickwinkelabhängigkeit stehen nicht in Datenblättern, können jedoch dem Fogra-PreCert (Klasse A und B) entnommen werden.
  4. Ausreichende Homogenität (Helligkeitsverteilung). Higend-Monitore liegen bei unter 5% Abweichung. Lassen Sie sich eine Maximalabweichung von 10% garantieren. Visuell oder mit Validierungs-Tool prüfen.
  5. Zum Display passendes Messgerät und Kalibrierungssoftware auswählen: Lassen Sie sich bestätigen, dass Ihr Messgerät, die Kalibrierungssoftware und der Monitor kompatibel sind! Wenn Sie noch kein Kalibrierungswerkzeug haben, kaufen Sie es am besten im Paket mit dem Display bzw. einem „FograCert“-Softproof-System.
  6. Nicht nur Fotografen schätzen eine feine Detailwiedergabe: Es werden Displays mit minimalem Pixelabstand von 0,25mm bis zu einer Bildschirmdiagonale von 30“ angeboten.
  7. Zur Hardwarekalibrierung sollte eine Feinabstimmung von Farbtemperatur- und RGB-Balance in der Software integriert sein, um die visuelle Feinabstimmung auf das reale Umgebungslicht zu ermöglichen. Bei einer Softwarekalibrierung muss die Monitoreinstellung nicht nur die stufenlose Regelung der Helligkeit, sondern auch der Farbtemperatur- und RGB-Balance ermöglichen.

Zu den für die Softproofanwendung bevorzugten Herstellern zählen Eizo,  LaCie, NEC und Quato, aber auch bei LaCie und LG (mit dem W2420R) finden sich geeignete Geräte. Unter den Apple-Displays findet sich vor allem wegen der spiegelnden Oberflächen und fehlenden Hardwareeinstellung/Kalibrierbarkeit derzeit kein empfehlenswertes Gerät zur professionellen Softproofanwendung. Eine ausführliche Beschreibung von Monitorkriterien enthalten die Anwendungspakete ChromoAssist Softproof - für die Druckvorstufe - und Farbkonsistenz in der Profifotografie.

Leseprobe: ChromoAssist Softproof (PDF)

Leseprobe: Farbkonsistenz in der Profifotografie (PDF)

Für Hobbyfotografen und Privatanwender mit kleinem Geldbeutel können IPS-Monitore unter EUR 500,00 empfohen werden, die – mit Qualitätsabstrichen, vor allem in der Homogenität – für die Bildbearbeitung allemal brauchbarer sind als reine TFT-Monitore für Büroumgebungen. Achten Sie bei diesen Geräten besonders auf eine stufenlose Farbtemperatur- bzw. RGB-Einstellung. In diese Kategorie fallen:

Dell 2209WA 22"
LG W2220P 22"
HP LP2475w 24"
Samsung 2494 HM 24"
Apple Displays mit IPS-Panel: keine Hardwarekalibrierung, jeodch mit spezieller Kalibrierungssoftware von BasICColor und Quato ansteuerbar.